Superfood von Nebenan

Superfoods sind gerade in aller Munde. Eine offizielle Definition dazu gibt es nicht, aber allgemein kann man sagen, dass es sich dabei um Lebensmittel handelt, die sich durch einen hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen auszeichnen. Das Problem dabei ist, dass sie häufig einen weiten Weg zurücklegen müssen, bis sie uns erreichen. Viele Superfoods kommen zum Beispiel aus Asien (Goji-Beeren, Granatäpfel) oder den Anden (Quinoa). Zudem sind diese Lebensmittel meist ziemlich teuer und weisen oft eine hohe Schadstoffbelastung auf – in einem Öko-Test von 2016 fand man in den meisten untersuchten Superfoods Rückstände von Pestiziden, Schimmelpilzen oder Schwermetallen, wie z.B. Blei.

Warum also nicht auf Alternativen zurückgreifen, die direkt aus Deutschland kommen?

Im Folgenden zeigen wir euch einige heimische Lebensmittel, die im Vergleich auf jeden Fall mit den exotischen Superfoods mithalten können!

Açai Beeren vs. Heidelbeeren

Superfood, nachhaltig, Lebensmittelverschwendung, Umwelt, umweltbewusst
Preis: ca. 13-20€/100gr (Pulver) vs. ca. 1€/100gr (Rewe)

Die Açai Beeren sind vor allem wegen ihres hohen Gehalts an Antioxidantien im Trend, die unseren Körper unter anderem vor schädlichen Einflüssen schützen und unser Immunsystem stärken sollen. Diese sind aber nicht nur in Açai Beeren zu finden, sondern auch in allen anderen dunklen Beeren. Heidelbeeren z.B. ähneln den Açai Beeren nicht nur optisch, sondern sind auch im Hinblick auf die Antioxidantien eine geeignete Alternative.
Ein weiterer Vorteil: Açai Beeren sind in Deutschland gar nicht als Frucht erhältlich, sondern nur in verarbeiteter (Pulver-)Form, was wiederum für die heimischen Heidelbeeren spricht.

Chiasamen vs. Leinsamen

Superfood, nachhaltig, Lebensmittelverschwendung, Umwelt, umweltbewusst
Preis ca. 0,92 € / 100gr (dmBio) VS. ca. 0,25€ / 100gr (dmBio)

Chiasamen sind bekannt für ihren hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, Proteinen, Eisen und Ballstoffen. Mithalten können hier definitiv Leinsamen, die durchschnittlich sogar mehr Omega-3-Fettsäuren besitzen. Außerdem sind sie mindestens genau so vielseitig: Ob in Brot, in Quark mit Früchten, in Pizzateig oder auch als Öl – Leinsamen sind eine super Alternative!

Goji Beeren vs. Brennnesseln

Superfood, nachhaltig, Lebensmittelverschwendung, Umwelt, umweltbewusst
Preis: 3,63€/100gr (getrocknet, dmBio) vs. 0€

Die Goji Beeren gelten als Superfood, weil sie eine echte Vitamin C-Bombe sind. Sie enthalten bei gleicher Menge fast so viel wie eine Zitrone. Auch hier gibt es eine deutsche Alternative, die ihr wahrscheinlich direkt vor eurer Haustür findet: Brennnesseln! Sie stehen den Beeren aus Fernost, bezüglich der Nährwerte, in nichts nach. Der Vitamin C-Gehalt ist sogar deutlich höher als der einer Zitrone und der Goji Beeren.

Zu kaufen gibt es Brennnesseln z.B. in getrockneter Form. Neben dem klassischen Brennnessel-Tee kann man sie auch prima in Smoothies, Suppen oder auch als Pesto verarbeiten.

Quinoa vs. Hafer

Quinoa vs. Hafer Superfood
Preis: 0,79€/100gr (dmBio) vs. 0,19€/100gr (dmBio)

Quinoa ist aufgrund seines hohen Protein- und Eisengehalts ziemlich beliebt. Gerade für Veganer stellt es eine gute Proteinquelle dar und ist sogar glutenfrei. Ein deutsches Gegenstück dazu ist z.B. Hafer. Die biologische Wertigkeit der Proteine ist hier zwar ein wenig schlechter, dafür ist aber der Mineralstoffgehalt höher. Für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ist Hirse eine weitere Alternative, deren Nährwerte denen von Quinoa und auch Hafer sehr ähnelt.

Granatapfel vs. Grünkohl

Granatapfel vs. Grünkohl Superfood
Preis: ca. 2,49€/Stück vs. ca. 0,28€/100gr (TK)

Granatäpfel genießen nicht nur wegen des Vitamin C-Gehalts ein hohes Ansehen, sondern auch aufgrund ihrer hohen Menge an Antioxidantien und Mineralstoffen. Auch wenn man Grünkohl schlecht als Obst betiteln kann, so eignet er sich hervorragend als Alternative zur Superfrucht. Die Nährwerte des Grünkohls übertreffen die des Granatapfels sogar. Dass man, den in Vergessenheit geratenen Grünkohl nicht unterschätzen darf, sieht man beispielsweise in den USA. Dort genießt dieser unter dem englischen Namen „kale“ seit einigen Jahren ein hohes Ansehen als Superfood – und das nicht ohne Grund!
An alle, die Grünkohl nur vom klassischen Eintopf von Oma kennen: In getrockneter Form kann man Grünkohl auch als Chips vor dem Fernseher essen – und das ganz ohne schlechtes Gewissen. 🌱

 

Wir hoffen, dass wir euch mit diesem Blogbeitrag zeigen konnten, dass es auch regionale Superfoods gibt, die bezüglich der Nährwerte, der Schadstoffbelastung und der Preise sogar besser als die „typischen“ Superfoods sind! 😍

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